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Überraschungsfahrt nach Walsrode am 23.04.2016

Unter diesem Motto hatten sich 44 Teilnehmer auf diesen besonderen Ausflug gefreut. Jeder war gespannt, was der Tag bringen würde. Das erste Ziel war die Flora-Farm Walsrode mit den Ginseng-Gärten, die einmalig und einzigartig in Europa sind. Die Ginseng-Wurzel wird dort seit 30 Jahren angebaut und zur Herstellung von Kosmetika und Arzneien verwendet. Aufgrund des kalten Frühjahrs konnten die Pflanzen nicht genügend wachsen, so dass wir sie leider nicht bewundern konnten. Uns wurde ein interessanter Film über den Anbau und die Ernte der wertvollen Ginseng-Pflanze gezeigt.

Pünktlich zum Mittagessen erreichten wir das „Heide-Backhus Walsrode“, in dem sich die nächsten Stunden mit viel Unterhaltung abspielten. Der Bäckermeister „Heidjer-Bernie“ versuchte, uns während des Essens mit Witz und Gags zum Fröhlichsein zu bringen. Anschließend führten echte Bäcker ein mehr oder weniger amüsantes Theater mit viel Musik und Tanz auf, und das fast mitten in der Backstube. Allen Laiendarstellern merkte man die Lust am Spiel an, und sie waren bemüht, uns gut zu unterhalten. In den Pausen konnte man die Backstube besichtigen und leckere Backwaren erwerben. Die Kaffeepause begann mit dem Vorführen einer großen Torte und Wunderkerzen, wie auf einem Traumschiff eben. Insgesamt war es ein Tag mit vielen Überraschungen.

Rosi Grümmer



Barkassenfahrt

Am 6. Mai trafen sich bei strahlendem Sommerwetter 60 Personen an den Landungsbrücken, um die Einlaufparade zum 827. Hafengeburtstag von der Barkasse „Magdalene 1“ zu bewundern. Pünktlich um 15.00 Uhr waren „alle Mann an Bord“. Im noch ruhigen Fahrwasser wurde Kaffee ausgeschenkt und Kuchen verteilt. Dann ging es auf die bewegte Elbe mit den vielen ankommenden Schiffen. Vor allen Dingen waren Segelschiffe zu bewundern.

Ferdinand, er begleitet seit vielen Jahren Fahrten auf der Elbe, erzählte Interessantes über den Hamburger Hafen und den Werdegang vom Stückgut- zum Containerhafen.

Alle genossen den wunderschönen Anblick der vielen Schiffe und den Blick auf Hamburg. Die Fotografen unter uns kamen voll auf ihre Kosten. Nach drei Stunden legten wir wieder an. Einige vergnügten sich noch auf der Hafenmeile und andere bahnten sich den Weg durch die Menschenmenge zum Bahnhof. Wir haben schöne und eindrucksvolle Stunden auf der Elbe erlebt.

Hilke Ploog



Mit dem Bus in das Land der Gurken

Es muss ja nicht immer die Karibik sein, wenn man „das Venedig Brandenburgs“, den Spreewald, unmittelbar vor der Haustür hat. So in etwa dachten sich 39 Reisende Damen und Herren, die sich vom 9. bis 12. Juni 2016 für einige Tage bei meist bestem Wetter köstlich amüsierten. Ein äußerst feinfühliger Buslenker namens Denis mit einem nagelneuen Reisebus der Luxusklasse samt dem traditionell bewährten Bordpersonal, Rosi und Hilke, schaukelten uns in wenigen Stunden gen Cottbus zu unseren Hotelbetten. Unbedingt wieder erwähnenswert die während der Reise dargereichten Bonbons der hüftschwingenden und anmutigen Hostessen.

Die Stadtbesichtigung, nach Ankunft am ersten Tag, verlief leider von oben herab etwas feucht. Dennoch gelang es dem örtlichen Reiseleiter, uns die wunderschön wieder aufgebaute Innenstadt von Cottbus anschaulich zu zeigen.

Am nächsten Tag zuckelten wir mit einer für uns reservierten Bimmelbahn auf Gummirädern (für frischoperierte Bandscheibenpatienten ungeeignet) durch den Ort Lübbenau zum Spreewaldhafen, dem Liegeplatz der meisten Spreewaldkähne der Gegend. Verteilt auf zwei dieser Kähne glitten wir dann in romantischer Stille mit einem Fährmann durch die engen Wasserläufe dieser märchenhaften Wasserwelt. Eine Führung durch das inmitten der Kanäle gelegene Museumsdorf zeigte uns anschaulich, unter welchen Entbehrungen und einfachen häuslichen Verhältnissen man damals lebte. So erfuhren wir z.B., dass ein Bett mit sieben Schlafplätzen damals durchaus üblich war. Kaffee und Kuchen auf dem Kahn bei der Rückkehr erinnerten uns dann wieder an unser feudales Leben im Überfluss.

Am dritten und letzten Tag unserer Reise empfing uns die „Confiserie Felicitas“, für Schokoladenliebhaber ein verführerisches Paradies. Dass die Lausitz nicht nur aus weiten Kiefernwäldern und einer belassenen Natur besteht, erlebten wir dann von einer Aussichtsplattform eines Braunkohlebergwerks. Aufgewühlte Braunkohlefelder soweit das Auge reichte.

Danach Weiterfahrt zum Weltkulturerbe und Gartenparadies Bad Muskau, dem Reich des Fürsten Hermann von Pückler, einem äußerst vielseitigen preußischen Standesherrn, der besondere Verdienste als Gartenarchitekt erlangte. Seine bereits im 19. Jahrhundert erdachten und errichteten Parkanlagen sind bis heute erhalten. Beeindruckend auch die weltweit einmalige Erdpyramide sowie eine Wasserpyramide als bescheidene Grabstätte des Fürsten und seiner Gattin Lucie.

Auf der Rückreise sah uns dann noch das Brandenburger Tor in Potsdam. Schlussendlich noch unbedingt erwähnenswert die Gratis-Überraschung des Bürgervereins an seine Reisegäste: von zarter Hand geschmierte Schmalzstullen (für Vegetarier und für Normale) und jetzt kommt es: mit original Spreewaldgurken.

Somit ging wieder einmal eine sehr erlebnisreiche Tour zu Ende. Dem Reiseteam unseren herzlichen Dank.

D.I.

Mosel und Rhein
Busreise vom 4. bis 10. September 2016

Es goss wie aus Kübeln, als wir am Sonntag, dem 4. September, unsere Busreise an die Mosel und den Rhein antraten. Der Regen begleitete uns fast bis ans Ziel. „Das kann ja heiter werden“, dachten sich vermutlich alle 43 Mitreisenden und sicherlich auch Dennis, den wir für seine Fahrkünste bewunderten. Und es wurde heiter! Von Stund´ an war alles perfekt: Das Wetter bescherte uns für alle Tage den herrlichsten Sonnenschein. Das Hotel „Vergissmeinnicht“ in Ellenz- Poltersdorf, einem kleinen Dorf an der Mosel, ist eine familiengeführte Unterkunft. Nach den Ausflügen verwöhnte man uns mit guter Hausmannskost. Besonders hervorheben möchte ich die liebevolle Ansprache der Seniorwirtin beim Frühstück und einem täglichen Witz, z.B.:

In einem kleinen Zoo war der Affe, die Hauptattraktion, gestorben. Der Zoodirektor konnte so schnell keinen Ersatz beschaffen. Also sprach er einen Arbeitslosen an, ob er nicht gegen Bezahlung in ein Affenkostüm schlüpfen möge, um den Affen zu spielen. Dagegen hatte der Arbeitslose nichts einzuwenden. Er freute sich richtig auf die neue Arbeit. Am ersten Tag spazierte er im Käfig hin und her und machte seine Faxen vor den Zuschauern. Schon am nächsten Morgen wurde er mutiger. Er kletterte auf einen Baum, verlor plötzlich das Gleichgewicht und stürzte in den Löwenkäfig. Gemächlichen Schrittes kam ein Löwe auf ihn zu. „Hilfe, Hilfe“, schrie der Affe. „Bist du wohl ruhig“, sagte der Löwe, „oder willst du wieder arbeitslos werden?“

Beim ersten Tagesausflug lernten wir die schöne Mosellandschaft kennen. Wir fuhren am Mosellauf und den steilen Weinbergen entlang. Die Reiseleiterin Brigitte informierte uns in ihrer originellen Sprache über den Weinanbau und über die Arbeit der Winzer. Bald erreichten wir Trier, die älteste Stadt Deutschlands, gegründet von den Römern. Die römischen Baudenkmäler wie das Amphitheater, die Barbara- und Kaiserthermen, die Konstantinbasilika neben dem Schloss, die Porta Nigra sowie der Dom und die Liebfrauenkirche zählen seit 1986 zum UNESCO-Weltkulturerbe. Nach der Stadtbesichtigung fuhren wir zum Weinort Bernkastel-Kues, gelegen an einer großen Moselschleife und am steilen Hang des Hunsrücks. Wir kamen gerade richtig zum Weinfest, das immer am ersten Wochenende im September stattfindet. Eine Blaskapelle begrüßte uns mit schmissiger Musik. Wir spazierten durch den malerischen Ort mit den engen Gässchen und den prächtigen Giebelfachwerkhäusern. Hier probierten wir zum ersten Mal Moselwein und Zwiebelkuchen.

Am nächsten Tag machten wir einen kleinen Fußmarsch zum Fähranleger Ellenz-Poltersdorf, um die erste Fähre nach Beilstein zu erreichen. Die Mosel zu unserer rechten Seite war nicht zu sehen, denn sie schlummerte unter einer Nebeldecke. Während wir die Mosel überquerten, löste sich der Dunst auf. Die Stadt Beilstein und die Burg Metternich tauchten in hellem Sonnenschein auf. Die Stadt hat die am besten erhaltenen historischen Gebäude an der Mosel und wird deshalb als „Dornröschen an der Mosel“ bezeichnet. In der barocken Klosterkirche St. Joseph, die als Pilgerstätte dient, steht die Kopie einer „schwarzen Madonna“ in einer Nische. In Beilstein, als Filmkulisse, wurden zahlreiche deutsche Heimatfilme wie der „Schinderhannes“ mit Maria Schell und Curt Jürgens und „Wenn wir alle Engel wären“ mit Heinz Rühmann gedreht. Zur Mittagszeit fuhren wir mit dem Moseldampfer „Wappen von Cochem“ nach Cochem. Bei dieser Schifffahrt entdeckten wir die faszinierende Flusslandschaft mit romantischen Städten und Weinorten, erlebten einen Schleusenvorgang und erblickten dann plötzlich nach einer Moselschleife die Reichsburg Cochem. Als die Stadtbesichtigung mit schönen Fachwerkhäusern beendet war, schipperten wir wieder mit Schiff und Fähre zurück zu unserem Quartier. Nach dem Abendessen ging es zur Weinprobe zum Winzer Krüger in Poltersdorf. Er erzählte uns in seinem Weinkeller, bei der Verkostung der unterschiedlichen Weine, wie mühselig und zeitaufwendig die Arbeit in den steilen Weinhängen ist. Maschinen können wegen der steilen Lage nicht eingesetzt werden. Ein einziger Rebstock wird im Laufe eines Jahres mindestens 15 Mal gepflegt. Was zeichnet nun einen guten Wein aus? Entweder er schmeckt oder er schmeckt nicht!

Am nächsten Morgen wurden wir mit dem Bus nach Limburg an der Lahn gefahren. Uns beeindruckte der Dom mit seinen 7 Türmen, der neben dem Schloss oberhalb der Altstadt steht, sehr. Eine Ordensschwester ohne Habit führte uns durch das Innere der Kathedrale und erklärte uns mit großer Begeisterung das Bauwerk mit seinen Schätzen. Uns hätte die Besichtigung des luxuriösen Bischofsitzes auch interessiert. Wir konnten nur einen Blick durch die Gitterstäbe werfen und das verschwenderische Domizil des früheren Bischofs Franz-Peter von Tebartz-van Elst erahnen. Anschließend fuhren wir weiter nach Koblenz zum „Deutschen Eck“, wo die Mosel in den Rhein mündet. Wir umrundeten das Reiterstandbild von Kaiser Wilhelm I. Einige von uns schwebten mit der Seilbahn über den Rhein zur Festung Ehrenbreitstein und erfreuten sich an dem spektakulären Blick ins UNESCO-Welterbe „Oberes Mittelrheintal“.

Der fünfte Tag war nur dem Rhein gewidmet. Wieder hieß es: „Schiff ahoi“! Wir starteten mit der „Köln Düsseldorfer Rheinschifffahrt“ in St. Goar. Auf dem Sonnendeck hatten wir reichlich Platz. Schon bald nach der Abfahrt erblickten wir den Loreleyfelsen mit der auf der Hafenmole sitzenden Loreleystatue in St. Goarshausen. Wir passierten am linken und rechten Rheinufer viele Burgen und Burgruinen, eine schöner als die andere und genossen die romantische Rheinfahrt sehr. In Rüdesheim angekommen, bummelten einige durch die Stadt und die weltweitbekannte zwei Meter breite und 144 m lange, kopfsteingepflasterte Drosselgasse. Andere fuhren mit der Seilbahn hinauf zum Niederwalddenkmal mit der Germania-Statue. Das Denkmal wurde zum Andenken an den deutsch-französischen Krieg 1870 - 1871 und das nachfolgend entstandene Kaiserreich errichtet. Zurück fuhren wir mit dem Bus an der Uferstraße, der rechten Rheinseite bis Koblenz entlang. Insgesamt stehen auf dem Rheinabschnitt zwischen Koblenz und Rüdesheim 30 Burgen, Schlösser, Ruinen und Festungen. Die Wiederaufbauten von Rheinstein, Burg Katz, Sonneck und Schloss Stolzenfels, die original erhaltenen Burgen wie die Marksburg und der Pfalzgrafenstein, die Ruinen Fürstenberg, Ehrenfels und Rheinfels oder sorgsam restaurierte Burgen wie Sterrenberg, Stahleck und Schönburg gehören alle zum UNESCO-Welterbe „Oberes Mittelrheintal“.

Den vorletzten Tag verbrachten wir in der Eifel, einem Teil des rheinischen Schiefergebirges. Die wellige Hochfläche ist in manchen Teilen über 700 m hoch und mit dem Vulkanismus verknüpft. Die Vulkaneifel mit ihren Maaren ist heute immer noch vulkanisch aktiv. Wir unternahmen einen Spaziergang am Weinfelder Maar, das 525 m lang, 375 m breit und 51 m tief ist. Es wird auch das „Totenmaar“ genannt. Seinen Namen verdankt es dem Friedhof, der die Kapelle auf dem Maarwall umgibt. Doch das Dorf, das einst in der Nähe lag, ist vom Erdboden verschwunden. Übrig blieb die Kapelle. Die Mittagspause verbrachten wir in Ahrweiler. Sehenswert war die vollständig erhaltene Stadtmauer mit iheren vier Stadttoren. Idyllisch wirkten die vielen Fachwerkhäuser am Markt und die autofreie Einkaufsstraße. In Bad Neuenahr besichtigten wir den Weinkeller mit dem angeschlossenen Weinmuseum von der Winzergenossenschaft Mayschoss-Altenahr. Bei einer Weinprobe verkosteten wir diesmal den Ahrwein. Mit diesem Spruch wurden wir verabschiedet:

Der Gott, der uns den Wein gegeben,
gab noch Schöneres im Leben:
Den Durst im Weine zu versinken
und viele Gründe, ihn zu trinken.

Am Abend saßen wir auf der Terrasse des Hotels zusammen, um Abschied zu nehmen. Rosi und Hilke haben mit ihrem Einsatz zum Gelingen der Reise beigetragen. Herzliches Dankeschön! Sogar die zwei Geburtstagskinder ließ man mit einem Ständchen hochleben. Es war eine tolle Reise mit vielen Eindrücken und Erlebnissen.

Am nächsten Tag, bei immer noch gutem Wetter, traten wir die Heimfahrt an. Dennis umfuhr alle Staus und brachte uns sicher und wohlbehalten nach Ammersbek. Unterwegs durften wir noch einmal unseren Durst mit leckerem Moselwein löschen.

Gisela Bartelsen